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Muenchenblogger wünscht Euch fröhliche Weihnachten!

Lisa Sonnabend | So., 24.12.2006 - 11:01

Foto Weihnachtsgrüße muenchenbloggerMuenchenblogger wünscht allen Lesern fröhliche Weihnachten. Über die Feiertage werden bei uns die Computer aus bleiben. Das Risiko, dass sich das Christkind in einem Kabel verheddert oder durch W-Lan-Strahlung abgeschreckt wird, ist uns zu hoch.

Wir hoffen, ihr feiert alle schön! Wir freuen uns, wenn ihr in ein paar Tagen gut erholt auf unsere Seite zurückkommt!

Weihnachtsknisterclub im Volkstheater

Petra Umlauf | Sa., 23.12.2006 - 22:43

„Die beiden älteren Herrschaften kommen immer“, sagt Antje Zelnitschek nicht ganz ohne Stolz in der Stimme und zeigt dabei auf ein Pärchen, das sich soeben auf dem mit Nikolausmännern verzierten Kunstrasen niedergelassen hat. Die übrigen Anwesenden, die bereits seit Minuten mit Glühwein und Lebkuchen im Liegestuhl lümmeln, nicken nur kurz, denn schließlich kennt man sich.

Weihnachtsknisterclub

Hörspielevents in München sind selten, weshalb alle Lauschwütigen am Donnerstag nur zu gerne die Möglichkeit wahrnahmen, den letzten Knisterclub des Jahres im Volkstheater zu besuchen. „Er wird den Schneemann wegzaubern bei Nacht“ klang es vor Beginn der Veranstaltung durch den Raum, und fast mochte man den lyrischen Wortgebilden, entstiegen aus den Plattentellern von Slam Poetry DJ Rayl Patzak, Glauben schenken.

Nach Charles Dickens ultimativem Festtagsklassiker „Die Weihnachts- geschichte“ hat sich Veranstalterin Zelnitschek dieses Mal für eine längst vergessene Produktion des Bayerischen Rundfunks entschieden. „Die Bombe kam vom Weihnachtsmann“ lautet der augenscheinlich wenig besinnliche Titel des knapp 30 Jahre alten Hörspiels, in dem es um die an Feiertagen verübten Anschläge einer militanten schwarzen Bürgerrechtsgruppe in New York geht. Eine Stunde später atmete der Weihnachtsknisterclub jedoch schon wieder auf, denn schließlich wird auch in dieser Geschichte am Ende alles gut.

Weihnachtsknisterclub

Nach einer kurzen Live-Lesung von Nachwuchsschauspieler Andreas Tobias, der neuerdings in der Woyzeck-Inszenierung des Volkstheaters zu sehen ist und Auszüge aus den Werken von Robert Gernhardt und Moritz Rinke präsentierte, hieß es wieder Augen zu, Ohren auf und eintauchen in die Welt von Meisterschnüffler Sherlock Holmes. Zusammen mit seinem Freund Dr. Watson galt es, einen Kriminalfall zu lösen, in dessen Mittelpunkt eine stattliche Weihnachtsgans („Die Weihnachtsgans“, BR 1962) mit seltsamen Inhalt stand: ein Diamant, der sich als jener blaue Karfunkel aus der Schmuckschatulle der Gräfin von Morear erwies und dessen Diebstahl zu den neuesten Sensationsmeldungen der Presse gehörte.

Bei ihren Ermittlungen stoßen Holmes und Watson ziemlich schnell auf den Verdächtigen James Ryder, dem niemand geringeres als der im vorletzten August verstorbene Hans Clarin seine Stimme lieh. Überhaupt war dieser Abend so etwas wie ein akustisches Stelldichein des Who is Who der Synchronbranche, gaben sich neben Clarin doch großartige Sprecherkoryphäen wie Harald Leipnitz, Thomas Piper, Peter Pasetti oder Flori Halm die Ehre; letzterer dürfte zusammen mit Katharina de Bruyn manch einem noch aus den zahlreichen Pumuckl-Geschichten bekannt gewesen sein.

Antje Zelnitschek jedenfalls darf zufrieden sein, denn das, was ihrer Meinung nach schon viel zu lange im Archiv schlummerte und unbedingt gespielt werden mußte, stieß bei den zahlreichen Zuhörern auf große Resonanz. Für alle diejenigen, die 2007 selbst einmal beim kollektiven Hörspaß dabei sein möchten, steht übrigens bereits das nächste Highlight für Januar fest. In „Jesus Christus Erlöser“ (Random House Audio) präsentiert Klaus Kinski seine eigene Fassung des Neuen Testaments.

Der Auftritt in der Berliner Deutschlandhalle am 20.11.1971 gilt mittlerweile als skandalumwitterte Legende, zu der sich der Provokateur in seiner Autobiographie wie folgt äußerte: „Na ja, denke ich, das ist ja wieder wie vor 2000 Jahren. Dieses Gesindel ist noch beschissener als die Pharisäer. Die haben Jesus wenigstens ausreden lassen, bevor sie ihn angenagelt haben.“

Hörspielhelden MC 100Die Hörspielhelden
Neuigkeiten, Rezensionen und Veranstaltungstipps rund um die "Hörspielleidenschaft" gibt es unter www.hoerspielhelden.de.

Die Regierung: Tipps für Samstag Abend

Lisa Sonnabend | Sa., 23.12.2006 - 11:49

1. Die Regierung aus Hamburg sind zugereist: Bei der Nachtlinie der Münchner Kammerspiele spielt die Band um den exzentrischen Sänger Tilman Rossmy.

Foto Tilmann Rossmy in München

Als Die Regierung im vergangenen Sommer beim Puch-Festival waren, haben sie kurzerhand die Bühne verlassen, weil ihnen die Stimmung nicht passte. Doch diesem München-Auftritt scheint Rossmy zuversichtlich entgegenzusehen. Auf der Homepage der Kammerspiele heißt es:

"Hallo Freunde! Ich hatte mal wieder Lust auf eine Band, die sich regelmäßig trifft und probt und auftritt. So hab ich kurzerhand hier in München eine neue Ausgabe von deiner liebsten Regierung zusammengestellt. Also wir spielen wieder. Wer dabei sein will, sollte sich zügig Karten organisieren. Liebe Grüsse Tilman Rossmy."

Das Konzert beginnt um 22 Uhr, danach ist Party.

2. Die aufstrebende Münchner Gitarren-Band Five!Fast!!Hits!!! gibt ihr Weihnachtskonzert im Prager Frühling. Danach geht's mit Indie- und Popmusik weiter. Ab 21 Uhr.

3. Die große Münchner Community Die Lokalisten feiert heute schon Weihnachten - und zwar im Nachtwerk. Für die Frühkommer gibt es Glühwein gratis. Und auch sonst sind die Preise human: Augustiner und Becks kosten 2,50 Euro.

Der große Muenchenblogger Jahresrückblick (4): Oktober bis Dezember 2006

Lisa Sonnabend | Fr., 22.12.2006 - 10:00

Oktober:

11. Oktober: Das U-Bahn-Blog von Dennis Buchmann startet auf Muenchenblogger.

29./30. Oktober: George Michael gibt zwei Konzerte in der Olympiahalle.

Foto Hauptsynagoge München

November:

7. November: The Killers spielen in der Tonhalle.

9. November: Die Hauptsynagoge am Jakobsplatz (Foto) wird eingeweiht.

15. November: Helmut Fischer hätte seinen 80. Geburtstag gefeiert. Sein Denkmal steht wie eh und je an der Münchner Freiheit (Foto).

17. November: Mando Diao rocken das Zenith.

19. bis 26. November: Das 26. Internationale Festival der Filmhochschulen gastiert in der Stadt.

Foto Helmut Fischer

Dezember:

9. Dezember: Muse geben ein tolles Konzert im Zenith.

12. Dezember: Die Lach- und Schießgesellschaft wird 50 Jahre alt und feiert ihren runden Geburtstag im Audimax.

13. Dezember: Mr. Britpop spielt in München: Morrissey.

 

Der große Muenchenblogger-Jahresrückblick (1): Januar bis März 2006

Der große Muenchenblogger-Jahresrückblick (2): April bis Juni 2006

Der große Muenchenblogger-Jahresrückblick (3): Juli bis September 2006

Lichter der Vorstadt - Die Tipps für Freitag

Lisa Sonnabend | Fr., 22.12.2006 - 09:41

1. Die drei BR-Tatortkommissare Miro Nemec, Udo Wachtveitl und Michael Fitz spielen für einen guten Zweck Gitarre - und zwar für Refugio. Um 20 Uhr in der Muffathalle.

2. Kurz-, Dokumentations- und Spielfilme über das brasilianische Amazonasgebiet gibt es heute im Eine-Welt-Haus in der Schwanthalerstraße 80. Beginn ist um 20 Uhr.

Foto Babel mit Brad Pitt

3. Oder ins Kino gehen: Gestern sind zwei interessante Filme angelaufen: "Babel" ist der dritte Film von Alejandro Gonzalez Inarritu nach Amores Perros und 21 Gramm. Wieder einmal verwebt er kunstvoll Geschichten über Liebe, Tod und Gewalt. Mit Cate Blanchett, Gael Garcia Bernal und Brad Pitt. "Lichter der Vorstadt" ist der neue Film von Kaurismäki - einer der traurigsten und bewegendsten des Jahres. Man verlässt das Kino mit einem anderen Blick auf die Welt, schreibt die SZ.

Rock im C2

Andreas Brandmaier | Do., 21.12.2006 - 14:22

Die Campus-Cneipe versucht seit diesem Semester mit günstigen Getränkepreisen den Studenten den Universitätsalltag auf dem immer noch eher wüstenähnlichen TU-Campus Garching zu versüßen. Heute bietet sie eine besondere Veranstaltung unter dem Titel "Rock im C2". Ab 20.00 Uhr spielen Escape und die Hedgehogs.

Der Eintritt beträgt im Vorverkauf 3 Euro und an der Abendkasse 5 Euro. Dafür gibt es eine durchgehende Happy Hour mit Cocktails ab 3.50 Euro. Eine Anfahrtsbeschreibung findet sich auf der Homepage der Campus-Cneipe.

Homo u-bahnus oeconomicus

Dennis Buchmann | Do., 21.12.2006 - 12:40

 Manchmal muss es schnell gehen. Mit den Unterlagen in der Hand und einem Business-Spanisch-Hörkurs im Ohr stürze ich um zehn nach sechs Uhr aus meiner Kanzlei in der Kaufinger Straße. Um halb sieben steht die Fusionsverhandlung mit Folco Galli an.

Am Marienplatz bei Kaufhof ist es brechend voll, hunderte Touris verstopfen den Eingang zur U-Bahn. Sie finden die Stofftiere im Schaufenster, die stereotyp mit Kopf und Schwanz wedeln, so niedlich, dass sie ebenso stereotyp auf die Auslöser ihrer Digicams drücken.

Das Le Parkour der U-Bahn beginnt, ich bin der Traceur. Es geht darum, den effizientesten Weg zu finden. Ich schiebe mich durch die Masse, immer eine Schulter als Keil voran. Die Rolltreppe kommt nicht in Frage, Kaufhof-Tüten groß wie Kinderwagen versperren die linke Spur. Während ich noch ein paar Klauseln in den Unterlagen checke, hoppel ich die Treppe runter. Auf der ersten Ebene der Haltestelle Marienplatz geht es dann gegen den Strom der Hinausdrängenden.

Ein Scan der wabernden Masse und ich programiere den Kurs zur zweiten Treppe ein. Ich gehe zügig, laufen wäre für einen Geschäftsmann meiner Tragweite zu obszön. Dann ein ärgerlicher Zwischenfall. Ich sehe, dass die sogenannte Champignon-Klausel nicht wasserdicht ist, sehe auch, dass eine Frau auf Konfrontationskurs ist. Ich weiche nach links aus, sie auch, ich rechts, sie auch, links, rechts und wir stehen uns stumpf gegenüber – dumme Hirnautomatik. Die Frau reagiert mit einem Übersprungs-Lächeln, mit einem pampigen „Que miras, chica?“ treibe ich es ihr aus.

Ich blicke von den Unterlagen auf, sehe auf der Voranzeige, dass die Bahn nach Garching in zwei Minuten fährt. An den Entwertern lungern ein paar Bahnbullen rum und blockieren den kürzesten Weg zur Rolltreppe. Mit eingezogenen Schultern sneake ich mich in einer engen Linkskurve dicht an ihnen vorbei, dann rechts runter auf die Rolltreppe.

Eine Frau mit dem sogennanten Zweidrittel-Becken steht auf der Rolltreppe. Zweidrittel der Stufenbreite wird von ihrem Hintern ausgefüllt. Schulter nach vorne, Unterlagen hochhalten und schon bin ich mit minimalem Körperkontakt an ihr vorbei. Ich hoppel die Stufen runter, schließe auf zu einem Links-Geher vor mir. Sehr gut, dass ist wie im Straßenverkehr einem Notarzt durch den Stau folgen. Der Mann vor mir murmelt Tschuldigung, die Steher machen den Weg frei und ich schlüpfe hinter ihm schnell durch die Lücke, bevor sie sich wieder schließt.

Die Anzeigetafel am Gleis springt auf eine Minute um. Am Bahnsteig sind mehr Kaufhof-Tüten in Kinderwagengröße zu sehen, als Menschen. Ich nehme die zweite Röhre, sie ist so leer, dass sich sogar eine Maus aus ihrem Versteck gewagt hat. Der Weg ist so frei, dass ich mich eine Minute voll auf die Unterlagen konzentrieren kann. Auch die Zwiebel-Klausel ist noch nicht vertragsreif. Dann gehe nach rechts ans Gleis, die Bahn rollt gerade heran, auf Höhe des zweiten Werbebildschirms warte ich die Aussteige ab. Vierter Waggon, erste Tür, ich bekomme einen Stehplatz. Trotzdem, die Unterlagen müssen fertig werden, ich zücke meinen Kugelschreiber und mache Randnotizen wie „El champinon Klausel tienen que ändern“.

In der Studentenstadt angekommen öffnet sich die Erste Tür des vierten Waggons wie erwartet direkt vor der Treppe zur Unterführung. Wie ein agiles Reptil biege ich mich an der grauen Ecke der Treppenmauer vorbei, übernehme die Führung auf dem Weg nach unten. Ein Mann mit unerträglich rosa Krawatte versucht mitzuhalten. „No con este Krawatte!“, denke ich und vergrößere meine Schrittweite und –frequenz. Er bleibt dran, doch an der Rolltreppe nach oben patzt er. Ohne vorher die Laufrichtung am Display gecheckt zu haben, biegt er nach rechts direkt auf die Rolltreppe ein – von oben kommt ihm eine Oma in den Arm gefahren.

Ich bin derweil längst vor meiner Haustür, schließe auf, lese noch die letzten Einzelheiten in den Unterlagen und lerne die Vokabel „la negociacion de fusion“. In der Küche erwartet mich Folco Galli. „Pünktlich wie immer, Herr Galli“, schleime ich rum. Es ist zwei nach halb sieben. „Sie werden aber auch immer besser“, verziert er den Vorwurf der zwei Minuten mit einem rhetorischen Blumenstrauss.

Nach zähen Verhandlungen mit meinem Kontrahenten und Mitbewohner einigen wir uns darauf, dass Galli die Champignons wäscht und schneidet, während ich die Zwiebeln schäle und hacke. Die Fusion geht ohne Komplikationen über die Bühne. Nach 20 Minuten genießen wir jeder mit 50-Prozent-Beteiligung leckere las pastas con champinon-Soße.

Der große Muenchenblogger Jahresrückblick (3): Juli bis September 2006

Lisa Sonnabend | Do., 21.12.2006 - 11:43

Juli:

4. Juli: Adam Green tröstet die deutschen Fans nach der Halbfinalniederlage in der Muffathalle mit einem tollen Umsonst-Konzert.

9. Juli: Die WM endet in München mit Tausenden jubelnden Italienern auf der Leopoldstraße (Foto). Ein schönes Fest!

15. Juli: Tag der Offenen Tür in der Staatskanzlei: Muenchenblogger führt ein Interview mit Edmund Stoiber (Foto) und verlost anschließend tolle Devotionalien.

16. Juli: Alte Herren in der Stadt: The Rolling Stones geben ein Konzert im Olympiastadion.

22. Juli: Eric Clapton gastiert in München und spielt in der Olympiahalle.

28. Juli: Auf dem Mehr-Zündfunk-Festival versuchen Engagierte und Partywillige den Zündfunk zu retten und fordern ein BR-Jugendwelle.

WM-Finale Jubelfeier der Italiener auf der Leopoldstraße

August:

1.-3. August: Konzert-Triologie von Robbie Williams, die im Olympiastadion eher enttäuschte Fans zurücklässt.

1.-27. August: Das Theatron-Festival präsentiert im Olympiapark viele tolle Münchner Bands wie Phonoboy, Mexican Elvis oder Mediengruppe Telekommander - für umsonst.

12. August: Muenchenblogger wird ein Jahr alt!

29. August: Der Gammelfleischskandal beginnt: Das KVR stellt mehrere Tonnen Dönerfleisch sicher.

Foto: Interview mit Edmund Stoiber in der Staatskanzlei


September:

8. September: Der Film "Das Parfum" feiert Premiere im Mathäser Kino.

9./10. September: Eine Stadt (nicht ganz) im Ausnahmezustand: Papst Benedikt XVI. besucht seine Heimat und macht auch in München halt.

14. September: Kante geben eines der schönsten Konzerte des Jahres in München.

14. September: OB Christian Ude wird zur "Fahrradfreundlichsten Persönlichkeit 2006" ausgezeichnet.

15. September: OB Christian Ude beschließt noch einmal als Oberbürgermeisterkandidat anzutreten und lässt damit Franz Maget nicht ran.

16. September: Das Münchner Oktoberfest eröffnet mit dem Anstich und Trachtenzug.

17. September: Der neu gestaltete Gärtnerplatz wird eingeweiht. Besonders bei vielen jungen Münchnern ist der Umbau umstritten, da man im Sommer nicht mehr so gemütlich sein Bier auf der Wiese trinken kann.

19. September: Die Stadt gibt den Startschuss und stellt die PCs der Stadtverwaltung stufenweise auf Linux um.

24. September: Hippie-Ikone und Mitglied der Kommune 1 Uschi Obermaier wird 60 Jahre alt.

 

Der große Muenchenblogger-Jahresrückblick (1): Januar bis März 2006

Der große Muenchenblogger-Jahresrückblick (2): April bis Juni 2006

Knisterclub - Die Veranstaltungstipps für Donnerstag

Lisa Sonnabend | Do., 21.12.2006 - 10:32

Im Volkstheater ist der Knisterclub in Weihnachtsstimmung. In der Eigenbeschreibung heißt es:

Tief in den Archiven des Bayerischen Rundfunks, in den vergessenen Kammern zwischen den Zähnen der Zeit, haben wir nach "dem anderen Weihnachtshörspiel" gegraben und sind fündig geworden.

Es werden ab 20 Uhr die Hörspiele vorgeführt: Die Weihnachtsgans von Sir Arthur Conan Doyle aus dem Jahr 1962 und Die Bombe kam vom Weihnachtsmann von Jack Pearl aus dem Jahr 1977. Der Eintritt beträgt 6 Euro. 

Das Münchner Katastrophenbuch - mit Gewinnspiel

Lisa Sonnabend | Mi., 20.12.2006 - 15:40

"Vom Ernst des Lebens fast verschont, ist der schon, der in München wohnt", hat Eugen Roth einst gedichtet. München ist eine schöne Stadt. Alles ist sauber, es ereignen sich verhältnismäßig wenig Verbrechen. Es gab kein schweres Erdbeben, keinen Vulkanausbruch, keinen Wirbelsturm. Doch München hat auch seine dunklen Seiten: Karl Stankiewitz hat diese in dem Buch "Das Münchner Katastrophenbuch – Schwarze Tage" benannt.

Foto Karl Stankiewitz Das Münchner Katastrophenbuch

38 Katastrophen beschreibt Stankiewitz: vom Brand der Zollbrücke 1158 bis zur Schneekatastrophe im Jahr 2006. Er berichtet vom Grauen des Naziregimes, von Verkehrsunfällen, Explosionen oder Einstürzen von Gebäuden. Von der Sendlinger Mordweihnacht im Jahr 1705, von einem Cholera-Ausbruch 1836, von einem Faschingsfest im Jahr 1881, bei dem sich einige als Eskimos verkleidet hatten. Als ein Eskimo Feuer fing, sprang der Funke auf die leicht brennbaren Kostüme der anderen über. Neun Menschen verbrannten.

Zu den Münchner Katastrophen gehören die Pogromnächte, die Bombennächte im 2. Weltkrieg, der Flugzeugabsturz der Mannschaft von Manchester United 1958, das Attentat während der Olympiade 1972, das Oktoberfestattentat 1980 und die Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986.

Die Geschichten sind packend und abwechslungsreich geschrieben. Karl Stankiewitz ist im Jahr 1928 geboren und hat einige der Katastrophen, die wir nur vom Erzählen her kennen, selbst miterlebt. Er hat über 50 Jahre als Journalist über München berichtet.

Vielleicht ist das Katastrophenbuch ja für einen von Euch das ideale Weihnachtsgeschenk. Muenchenblogger verlost 5 Exemplare des Katastrophenbuchs. Einfach bis zum 22. Dezember 2006 um 15 Uhr eine Email schreiben an gewinnspiel (at) muenchenblogger.de!

Karl Stankiewitz: "Das Münchner Katastrophenbuch – Schwarze Tage", Franz Schiermeier Verlag, November 2006, 24,50 Euro.

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