SCHWABINGER SCHNITZELKRIEG

So oder ähnlich bescheuert würde wohl im reißerischen Lokal-Boulevard der Aufmacher in Anbetracht der derzeitigen Schnitzelverhältnisse in der Maxvorstadt lauten.

Selbiges wiederum wäre aber nur ein Hinweis auf die Ortsunkenntnis diverser zuagroaster Schreiberlinge, welche Schwabing zwecks Schlagzeilengenerierung am liebsten bis zum Heizkraftwerk Süd ausgedehnt sähen.

 Schnitzelfight bei den Little Rascals

Richtigerweise vertraut der skeptische Schnitzeljäger deshalb auf die Münchenblogger-Fachkompetenz in Sachen Lokales wie Lokale.
Während das Schnitzelangebot des Steinheil als bekannt vorausgesetzt werden darf, gab der Mitbewerber in der Schellingstraße zunächst Rätsel
auf.

Nachdem ein Vorabtest (Schnitzelsemmel) vor einigen Wochen positiv ausfiel, durfte sich das Bäuchlein vergangenen Sonntag auf das volle Schindler-Schnitzelglück freuen.

Und das Bäuchlein hatte auch ordentlich Grund zur sinnlichen Freude: Die Zutaten bei Schindler’s sind frisch, die Zubereitung erfolgt vor dem kritischen Auge des Konsumenten, und als besonderes Extra wird die Bestellung des Wiener Schnitzels auch von einem echten Österreicher entgegengenommen. Die Schnitzel selbst werden – im Unterschied zum Steinheil übrigens – in der Friteuse gebacken. Der Betrieb ist einigermaßen schick eingerichtet, schnell, effektiv, sauber… - also in etwa ein McDonald’s für Schnitzel.

Da sich über den Geschmack nicht streiten lässt, soll natürlich jedem unbenommen bleiben, das Schnitzel hüben oder drüben besser oder schlechter zu finden. Beiden Läden gemeinsam ist zumindest der Geruch (Steinheil: Rauch, Schnindler’s: Fett) der auch am nächsten Morgen noch an das letzte Abendmahl erinnert. Im Detail unverständlich bleibt hingegen, wie das Management bei Schindler’s (= Herr Schindler) es fertig bringt, seinen Kunden das Einkaufserlebnis dadurch nachhaltig zu vermiesen, indem für die Portion Ketchup (ja, auch schon für die erste Portion) die an Unverschämtheit grenzende Summe von 0,35 EUR verlangt wird.

"Ketchup! Wie kann man nur!" ruft der Kundige da, doch wer gerne viel Tomatiges zu seinem Fleischlappen nimmt, ist im Steinheil mit seinen Riesen-Ketchupflaschen am Tisch eindeutig besser beraten. Dort versteht man sich scheinbar besser darauf, der Kundschaft nicht das Gefühl zu vermitteln, gerade mit einem Pfennigartikel wie Ketchup oder Mayo so richtig schön abgezockt zu werden.

Kommentare

Schnitzel in der Friteuse geht ja schon mal gar nicht.

Ich bin dafür, das Münchenblogger ein paar Sponsoringangebote aus der hiesigen Gastronomieszene holt, damit sich das SCHREIEN auch rentiert hat.

FIND ICH GUT!

Als billige Fast-Food-Bitch sollte ich mir eh mal ein Schild umhängen:

WILL BLOG FOR FOOD.

Schade allerdings, daß es schon ein Fast-Food-Blog gibt...

Jetzt war die Helga schneller: Schnitzel aus der Friteuse gehört sich nicht! Das gehört in Butterschmalz in der Pfanne rausgebacken. Skandal! ;-)

Also mir ist frisches Friteusenfett lieber als ranziges in der Pfanne. Und (zumindest nach dem Foto rechts) scheint das beim Steinheil nicht immer das allerfrischeste zu sein :-)

Don't judge a Schnitzel by its Cover! Das rechte Schnitzel ist im Gegensatz zum linken vor dem Fotografieren auch nicht geschminkt und frisiert worden, sondern wurde vom Fotografen in freier Wildbahn geknipst (noch dazu unter äußerst ungünstigen Lichtverhältnissen!).

... und wie fast zu erwarten war, hat Schindler's Schnitzel wieder dicht gemacht. Laden zu vermieten, Inneneinrichtung zu verkaufen. Hätten sie die Schnitzel richtig lecker und klassisch in der Pfanne gebraten und nicht, wie in jedem Baumarktrestaurant in die Friteuse gehauen, wäre vielleicht was aus dem Konzept geworden. Aber so ...

was mich nicht loslässt: wie kann man denn unter diesem namen FLEISCH verkaufen???

Schnitzel in der Friteuse *lol* - Das wird in der Pfanne mit Butterschmalz gemacht!!! Was anderes kommt mir nicht auf den Teller!!

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