Spielart-Tipp: "Asylum" von Julian Rosefeldt
Was heißt es, ein Ausländer zu sein? Mit klischeehaften Rollenbildern beschäftigt sich die Filminstallation "Asylum" von Julian Rosefeldt, die während des Spielart-Festivals täglich von 10 bis 20 Uhr im Haus der Kunst zu sehen ist.
Sie begegnen dem Zuschauer in den Rollen, in denen er sie zu kennen glaubt: Inder als Rosenverkäufer, Türken als Müllmänner, Chinesen als Fast-Food-Köche. Auf neun Leinwänden gelingt es dem Regisseur, den Blick des Betrachters umzulenken:
"Julian Rosefeldt filmt sie in ihren beruflichen Tätigkeiten an ungewöhnlichen und spektakulären Drehorten, die die Szenen ins Surreale wenden. Die Handlungen der gefilmten Menschen erfüllen keinen Zweck mehr, sondern wirken wie Sisyphusarbeiten. Man sieht die Müllmänner im High-Tech-Labor, die Rosenverkäufer im Dampfbad, die Fast-Food-Köche im Zoo."
"Asylum" wurde übrigens mit 120 Darstellern in München gedreht, wo es nun erstmals zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.
Julian Rosefeldt: "Asylum"
17.11. - 03.12.205
10:00 - 20:00 Uhr
Haus der Kunst
Haupthalle
Eintritt frei
Vorweg ein Hinweis für alle Fans von Otto Waalkes: Es ist nicht der alberne Komiker aus Ostfriesland, der sich hinter der Produktion <OTTO> verbirgt, die heute im Rahmen des Spielart-Festivals im i-camp/ Neues Theater München zu sehen ist. Statt Ottifanten und lauen Scherzen gibt es vielmehr "eine humorvoll choreographierte Studie über das Fallen" zu sehen.
Beim Spielart-Festival ist heute Abend das Sondergastspiel "O.T. Eine Ersatzpassion" von Christoph Marthaler zu sehen (Muffathalle, 20 Uhr). Mit dieser Produktion verabschiedete sich Marthaler vom Züricher Schauspielhaus, an dem er von 2000 bis 2004 die Intendanz inne hatte.
Eine Deutschlandpremiere ist heute beim Spielart-Festival zu sehen: Grzegorz Jarzyna inszenierte mit dem jungen Ensemble des TR Warszawa George F. Walkers "Risiko". Der junge Regisseur gilt als eines der großen Talente der polnischen Theaterszene und sorgte bereits beim Spielart 2003 mit "Das Fest" für Aufsehen. Ob es Jarzyna auch mit "Risiko" gelingt, das Publikum zu überraschen, davon kann man sich heute um 20 Uhr in der Stadtsparkasse München überzeugen:
Als Thomas Loibl die Sache mit dem um drei Uhr nachts bügelnden dreijährigen Luis vorliest, steigert er sich so hinein, dass er über sich selbst grinsen muss. Als Gerd Anthoff ankündigt, nun die Geschichte "Mailbox" (über einen in Fuchspisse endenden Versuch, ein Mobiltelefon zu bedienen) zu lesen, macht ihn die Reaktion des in Vorfreude schwelgenden Publikums sprachlos.
Schon mal was von der "Bairishen Geisha" gehört? Seit 1998 tritt die Theatergruppe in München in Erscheinung:
Sie sind einfühlsam, verständnisvoll, liebenswürdig, fachlich absolut kompetent und nehmen sich Zeit für die Sorgen und Probleme ihrer Patienten. Und natürlich sehen sie auch noch blendend aus, so dass jedes Frauenherz einfach schwach werden muss: Die Rede ist von den Hauptfiguren der unzähligen Arztromane, denen die Frauen (und manchmal auch die Männer) vertrauen.
"Wilkommen in der Katastrophe!" heißt es in der Ankündigung zu Rodrigo Garcías "Die Geschichte von Ronald, dem Clown von McDonals", das heute um 20 Uhr in der Muffathalle zu sehen ist. Zusammen mit den Akteuren seiner Schauspieltruppe "La Carnicería Teatro" fordert García sein Publikum heraus:
Das Münchner
Man wird den Lichthof mit einem beklemmenden Gefühl betreten und beim Verlassen wird der Schock die Glieder erstarren lassen: Heute Abend um 19 Uhr läuft der bewegende Film
Leseratten aller Altersklassen aufgepasst: Vom 18. November bis 4. Dezember 2005 bietet die
Eintrittspreise:
Brian glaubt an Aliens und lebt immer noch bei seiner geschiedenen Mutter. Neil, der in seiner Kindheit von seinem Baseballtrainer missbraucht wurde, ist ein zynischer Stricher geworden.
Vor dreißig Jahren wurde die Leiche des italienischen Regisseurs und Schriftstellers Pier Paolo Pasolini am Strand von Ostia gefunden. Die Umstände des gewaltsamen Todes konnten nie gänzlich aufgeklärt werden, bis heute ist unklar, ob es sich um eine politisch motivierte Tat, einen Sexualmord oder gar um eine letzte radikale Selbstinszenierung des umstrittenen Regisseurs handelte.
Ryan und Grant wollen heiraten. Nun gehen die Probleme los: Anzug oder Jeans? Sollen wir wirklich oder lieber doch nicht?
Ganz in Rosa kommt das Theaterfestival SPIELART dieses Jahr daher (17.11 - 03.12.2005) und kündigt sich mit großen Gefühlen an:
Angestaute Aggressionen: Sechs Jugendliche haben einen Mann entführt und quälen ihn in einer stillgelegten Fabrik auf sadistische Weise. Wann wird das Fass überlaufen und die Situation eskalieren?
8 Frauen, Swimmingpool und 5x2 – was braucht man über
The L Word, die erste in den USA gedrehte Lesben-Serie, ist mit Jennifer Beals, Pam Grier und Mia Kirshner toll besetzt.
Bei der Eröffnung des Gasteigs vor 20 Jahren diskutierte man dessen Architektur ähnlich kontrovers, wie dies vor kurzem beim