Was heißt es, ein Ausländer zu sein? Mit klischeehaften Rollenbildern beschäftigt sich die Filminstallation "Asylum" von Julian Rosefeldt, die während des Spielart-Festivals täglich von 10 bis 20 Uhr im Haus der Kunst zu sehen ist.
Sie begegnen dem Zuschauer in den Rollen, in denen er sie zu kennen glaubt: Inder als Rosenverkäufer, Türken als Müllmänner, Chinesen als Fast-Food-Köche. Auf neun Leinwänden gelingt es dem Regisseur, den Blick des Betrachters umzulenken:
"Julian Rosefeldt filmt sie in ihren beruflichen Tätigkeiten an ungewöhnlichen und spektakulären Drehorten, die die Szenen ins Surreale wenden. Die Handlungen der gefilmten Menschen erfüllen keinen Zweck mehr, sondern wirken wie Sisyphusarbeiten. Man sieht die Müllmänner im High-Tech-Labor, die Rosenverkäufer im Dampfbad, die Fast-Food-Köche im Zoo."
"Asylum" wurde übrigens mit 120 Darstellern in München gedreht, wo es nun erstmals zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.
Julian Rosefeldt: "Asylum"
17.11. - 03.12.205
10:00 - 20:00 Uhr
Haus der Kunst
Haupthalle
Eintritt frei