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18. Dezember 2009 - 11:01 Uhr

Münchner Ansichten

Bewusst genießen mit sechs Maß

Die Münchner Brauereien werben an Münchens U-Bahnhöfen mit sechs Maß - und nennen dies: "Bier bewusst genießen".

Da stehen sie an der U-Bahnhaltestelle Goetheplatz, vor einem weiß-blauen Himmel, wie er schöner nicht sein könnte. Eine Maß Augustiner, eine Maß Hacker Pschorr, eine Hofbräu, eine Löwenbräu, eine Paulaner und eine Maß Spaten. Die Literkrüge sind bis zum Rand gefüllt, der Schaum sieht einladend aus. Aber eine Bierwerbung der Münchner Brauereien wäre keine Bierwerbung, wenn sie nicht auch zum Konsum dieser Alkoholmassen auffordern würde. "Sechs richtige", steht noch dabei. Und: "Bier bewusst genießen".

Sechs Maß auf einmal? Bewusst genießen? Und dann noch von sechs verschiedenen Brauereien, als wären sechs Liter von einer Biersorte nicht schon kopfwehproduzierend genug?

Kommentare

Irgendwie haben die Brauereien nicht verstanden, dass man ihr Produkt dezent bewerben sollte. Es gibt ja schon genug Probleme in diesem Bereich (Komasaufen, zunehmender Alkoholgenuss bei Jugendlichen usw.) und deshalb sollten die Brauereien solch eine "Mengenwerbung" unterlassen.

Ich find's großartig. Wenn alle Menschen nur Bier trinken würden, wäre die Welt doch ein besserer Ort.

Besonders gut an dem Plakat ist die vollkommen zutreffende Reihenfolge der Krüge.

Ach da bekommt man doch direkt wieder Durst :)

"vollkommen zutreffende Reihenfolge der Krüge"???
Du willst doch nicht allen ernstes behaupten, HB und Latschnbräu wäre besser als Paulaner?

Ansonsten kann ich Tobi nur zustimmen.

Lustig, wer hier versucht, seine Münchner Pfründe zu schützen: Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev (Löwenbräu, Spaten) mit Sitz in Belgien, die weltweite Nummer drei Heineken (Miteigentümer der Marken Hacker-Pschorr, Paulaner) und der bayerische Staatsbetrieb Hofbräuhaus. Bleibt eigentlich nur Augustiner als wirklich glaubwürdige Münchner Brauerei, oder?

"Wenn alle Menschen nur Bier trinken würden, wäre die Welt doch ein besserer Ort."

@Tobi: Stimmt.

Nach dem Alkoholkonsumverbot, sollte die MVG konsequent sein und auch die Alkoholwerbung in ihrem Zuständigkeitsereich einstellen.

Das betrifft nicht nur die Bahnhöfe, sondern auch die Außenwerbung an den Trambahnen und Innenwerbung in der U-Bahn.

Etwas (richtigerweise) zu untersagen und dann Werbung dafür anzubringen, kommt dann doch etwas schizophren daher.

Naja, ich finde das nicht wirklich schlimm, dass die Werbung in der U-Bahn angebracht wird, wo alkoholverbot herrscht. Es gab auch Tabakwerbung an orten, wo man nicht rauchen durfte.

Sechs Richtige. Schön und gut.
Ich vermisse die Zusatzzahl.

Denn iiiiiiiiii, iiiiiiii pock asiebenie....

Mei,
I fang mit dem Gustl an, überleg mir dann ob ich mit Hacker, Paulaner oder Hofbräu weitermach ...
Dann sind die Lätschenbräu und Spatenmass eh abgestanden ... und i bestell mir noch an Edelstoff ...

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