Phonoboy - The Pixies aus München?

Sie kokettieren mit dem Publikum. Sie spielen mit Klischees. Sie kippen, wie es sich für einen Franzosen gehört, ein Glas Weißwein nach dem anderen hinunter. Sie klettern auf das Schlagzeug, springen hinunter, legen sich alle platt auf den Boden. Sie haben choreografische Tanzeinlagen einstudiert. Sie haben ein Logo kreiert, das ästhetisch wunderschön ist. Sie tragen alle Ringel-T-Shirts, aber nicht, weil diese gerade in Mode sind. Sie haben einen Plattenspieler aus den 60er Jahren mitgebracht.

Und sie machen Musik – sehr gute Musik. Lieder, die einem lange im Ohr bleiben: C’est la vie, c’est la vie. Ca suffit, ca suffit. J'ai compris c’est la vie.

Foto Phonoboy

Am Donnerstag Abend traten Phonoboy im SZ-Zelt auf dem Tollwood auf. Eindrücke davon gibt es in unserer Bildergalerie. "Tollwood - multikulti!", waren zwei der spärlichen Worte, die Sänger Christian an das Publikum richtete. Die Stimmung war gut, obwohl die heißen Temperaturen und das fußballerische Umfeld viele Menschen am Kommen hinderten. Viele schauten jedoch auch nur so vorbei und blieben - beeindruckt von der guten Musik.

Die Lieder von Phonoboy klingen nach Sixtie- und Elektro-Pop. Doch manchmal werden die vier Musiker richtig rockig. Sänger Christian und Bassistin Nina tanzen sich an, blicken sich an, plötzlich beginnen sie ihre Gitarren aneinander zu reiben. Ein irrer Klang. Sie singen auf Französisch, Deutsch und Englisch. Die Namen der Songs lauten: "Atomique", "Très chic, trashig" oder "Bleu, blanc, rouge".

Allerdings sind die Mitglieder von Phonoboy kleine Diebe. Einige Melodien kommen einem bekannt vor. Vielleicht ein bisschen zu sehr an französische Chansons oder die Hits von Wir sind Helden angelehnt. Am Ende eines Liedes raunt Sänger Christian plötzlich ein "Stop!" in die Menge, das genauso klingt, wie das Stop, mit dem "Where is my Mind" von den Pixies beginnt. Aber die Pixies sind ja auch ganz Große.

Bildergalerie: Phonoboy auf dem Tollwood

 

Kommentare

aber wie die pixies zu klingen, schafft doch keiner wirklich gut... selbst placebos brian molko ist leider kläglich gescheitert. wieso? - weil nur die pixies die pixies sind.

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