Er gilt als einer der begnadetsten Zeichner des 20. Jahrhunderts. Als Chronist der Weimarer Republik schuf George Grosz ein graphisches Werk voll bissiger Anklagekraft: Niemand konnte die Raffgier der Kapitalisten, die Brutalität der Militärs, die Scheinheiligkeit des Klerus und die Ignoranz des Spießertums treffender darstellen als er.
Die Pasinger Fabrik präsentiert nun einige seiner wichtigsten graphischen Arbeiten. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Mappe "Ecce Homo", wegen deren schonungsloser Darstellung des Großstadtlebens der Künstler 1924 angeklagt und in einem spektakulären Prozess zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde. (Pasinger Fabrik, 15.09. - 20.10.2005 geöffnet: Di-So von 14 -20 Uhr; Vernissage am 14.09, 17:30).