"Man kann das Oktoberfest genauso schätzen wie die hohe Kunst", sagte Jeremy Deller in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom Freitag und will damit nicht nur das kunstbegeisterte Münchner Publikum in die Jeremy Deller Retrospektive - die erste weltweit - im Kunstverein München locken.
Im vergangenen Jahr wurde Deller mit dem Turner-Preis geehrt, der in Europa wohl wichtigsten Auszeichnung für zeitgenössische Kunst: In seiner Installation Memory Bucket (2003) hatte er Crawford/Texas, die Heimatstadt von US-Präsident George W. Bush, porträtiert. Deller analysiert in seinen Werken die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Großbritannien oder den USA.
Im Kunstverein werden alle seine Arbeiten aus den Jahren zwischen 1993 und 2005 gezeigt. In seinem bekanntesten filmischen Werk "Schlacht um Orgreave" (2001) spielt Deller mit Laien einen Bergarbeiterstreik aus dem Jahre 1984 nach, bei dem Polizei und Bergleute in Konflikt gerieten. Dieses Nachspielen wird "Re-enactment" genannt.
Jeremy Deller Retrospektive
bis 27. November
Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr
Kunstverein München
Galeriestraße 4
80539 München
Tel: 089/221152
www.kunstverein-muenchen.de
Quellen: Wikipedia, Süddeutsche Zeitung