Was zum Teufel soll das denn? Im kommenden Semester wird an der Universität München jemand studieren, der gar kein Abitur hat.
Der ehemalige Baden-Württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel wird sich dieser Tage an der Münchner Hochschule für Philosophie einschreiben und am 17. Oktober 2005 geht das Studentenleben dann los mit einer Vorlesung über "Erkenntnisthorie".
Er ist 66 Jahre alt, hat die Mittlere Reife und er ist mächtig. Ob dies den Ausschlag gegeben hat, dass er auch ohne Abitur in München studieren darf, bestreitet die Universität.
Er könnte ja sein Abitur nachmachen oder eine private Universität besuchen. Warum macht er das nicht? Geld und Zeit hätte er ja. Kann er es nach seinem Abgang aus der Politik mit den Machtspielchen nicht lassen? Wenn einer von Euch ihn im Unigang entgegenkommt, in der Schlange der Bücherei hinter ihm steht, im Wohnheimzimmer nebenan wohnt oder donnerstags in der Philosophenkneipe Analogie ein Bier mit ihm trinkt, kann er ihn ja mal fragen, was das Ganze soll.
Achtung! Auch wenn ich Teufels Studienwunsch selbst etwas befremdlich finde: Die Universität München (LMU) hat mit der Hochschule für Philosophie (HfPh) nichts zu tun. Die *ist* nämlich eine private Hochschule.