Tarifverhandlungen gescheitert

Neue Streiks in München drohen

97,5 Prozent der bayerischen Gewerkschaftsmitglieder haben für einen unbefristeten Streik gestimmt. Wann der Streik losgeht und wie lange er dauert, bleibt geheim.

In München und anderen bayerischen Städten stehen unbefristete Streiks bei U-Bahnen, Trambahnen und Bussen bevor. Seit 1992 hat es dies nicht mehr gegeben.

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr haben sich in einer Urabstimmung 97,5 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für Arbeitsniederlegungen ausgesprochen. Nun sind ab sofort überall in Bayern Streiks im Nahverkehr möglich. Wann der Streik losgeht und wie lange er dauert, bleibt geheim. In München könnte es bereits am Montag zu einem Streik kommen.

Kommentare

also jetzt hab ich langsam die schnauze voll von diesen ewigen streiks. die machen sich eine schöne zeit zuhause, und wir dürfen den mist ausbaden. das ist einfach nur asozial, die sollen froh sein dass sie überhaupt nen job haben.

ich bin für demonstrationen gegen das kindische wenn-uns-was-nicht-passt-dann-streiken-wir-halt-gehabe.

ich denke, wir sollten froh sein, dass sich langsam auch bei uns eine Streikkultur einschleift. Schlecht gehts den Arbeitnehmern so oder so, da ist es mir lieber, wenn sie ein Ventil finden als völlig frustriert und desillusioniert zu sein...

Ja, die sollen doch echt froh sein, dass sie einen Job haben, bei dem man wegen der Einsatzzeiten vertraglich gezwungen ist, in München zu wohnen und von dessen Lohn man sich gerade mal alleine, aber niemals mit Lebenspartner/in und/oder Kind wirklich über Wasser halten kann. Wirklich, es ist total unverständlich, wie man noch solchen altmodischen Ideen wie diesem Gefasel von Solidarität anhängen kann. Soll doch jeder selber gucken, wo er bleibt, Hauptsache mir geht's gut und mein Bus kommt gleich.

"Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür.
Ich bin dagegen, ich bin nicht so wie ihr.
Ich bin dagegen, egal, worum es geht.
Ich bin dagegen, weil ihr nichts davon versteht.
Ich bin dagegen, ich sage es noch einnmal:
Ich bin dagegen, warum ist doch egal.
Ich bin dagegen, auch wenn es euch nicht schmeckt.
Ich nenn es Freiheit, ihr nennt es Mangel an Respekt." DÄ - Rebell

ne mal im ernst: versammlungsfreiheit, gewerkschaftliche betätigungsfreiheit, streiken... gehören zu den grundrechten in unserer verfassung. klar, dass sich darüber menschen aufregen. sollen sie ja, denn sonst merkt der jeweilige arbeitgeber ja nicht, dass was schief läuft. allerdings sollten sich die aufreger nicht über das streikrecht an sich aufregen. häufig genug erwirken die streikenden und die gewerkschaften quasi en passant auch verbesserungen für diejenigen, die nicht am streik teilnehmen oder gar den streik abgelehnt haben.

vor augen führen sollte man sich, dass hierzulande um die 3 arbeitstage jährlich / 1000 beschäftigte ausfallen. in frankreich und spanien liegt das bei dem zigfachen (70/140 arbeitstage). gut, da sind auch politische streiks erlaubt. dennoch: die beschäftigten sollen und müssen auf die straße gehen dürfen, um ihre rechte einzufordern. dass dies insbesondere in wirtschaftlich schlechten zeiten unpopulär ist... trickle down economics is nicht (=wenn es den firmen aufgrund besser geht, geht es auch automatisch den beschäftigten besser)

tja, hätten sie was besseres gelernt, dann könnten sie wohl nen besser bezahlten job annehmen. an die eigene nase fassen.

@ rook:
Word!
Ganz deiner Meinung!

Uhweia, da schlagen die Polemikwellen wieder hoch. DIE sollen gefälligst nicht streiken, DIE sollen gefälligst sich wegducken, DIE gehen mir dort vorbei wo die Sonne nicht hinscheint. Tja, Solidarität ist scheints ein Fremdwort für viele.
Aber mal zurück zum Thema. Finds ja sehr interessant wie das bisherige Angebot aussah. Selbst ein Inflationsausgleich wäre da nicht drin gewesen. Aber "uns" gehts ja wirtschaftlich so schlecht. Daher muss ein solch Angebot reichen und die sollen bloss froh sein eine Arbeit zu haben. In Zeiten in denen es wirtschaftlich aber bergauf ging, da musste natürlich gekürzt werden und Lohneinbußen mussten die Angestellten verkraften. Weil...man soll ja froh sein einen Job zu haben und überhaupt muss ja der Arbeitsplatz konkurrenzfähig bleiben. Tja, gehts bergab soll man Verständnis haben für Einbußen, gehts bergauf aber ebenso. Widerlich, scheinheilig, verlogen. Aber gibt ja genug Claquere des Wahnsinns die da fleißig mit einstimmen in das Wutgebrüll auf diejenigen welche sich anmaßen ihr Streikrecht in anspruch zu nehmen.
Apropos "die sollen froh sein einen Job zu haben". Das der Wert eines Menschen sich heutzutage darüber definiert ob man in Lohn und Brot ist, daran hat man sich ja fast schon gewöhnt. Wer nicht arbeitet, ist nichts wert. Und wer auch noch den Anspruch stellt einen angemessenen Verdienst zu verlangen, den möge doch der Teufel holen. Das übrigens bereits hunderttausende zu den Aufstockern gehören, der Arbeitgeber sich kalt lächelnd das Gehalt von der Allgemeinheit zahlen lässt, darüber wird hinweggesehen, das wir din Kauf genommen. Lieber drischt man auf die ein die vermeintlich schwach sind, oder auf diejenigen welche ihre Rechte in Anspruch nehmen.
Applaus

Selten so ne scheiße gelesen.

@rook

Man du bist aber ganz ein Schlauer, selten so was sinnbefreites gehört. Gleich morgen in der Früh werde ich im Bundeskanzleramt anrufen und dich als neuen Wirtschaftsminister vorschlagen.

Achja ganz vergessen, da lassen sie ja nur Leute rein die wirklich etwas auf dem Kasten haben und keine zweitsemester BWLer wie dich.

Sorry

Nicht jeder hat einen Job, in dem er mit Streik gleich alle Pendler von mehreren Großstädten als Druckmittel verwenden kann - ob das solidarisch ist, kann sich jeder selbst überlegen.

Und dass Lohnerhöhungen in diesem Ausmaß mit Stellenabbau Hand in Hand gehen ist auch klar und das find ich schon höchst solidarisch!

ich bin für den "nürnberger weg": automatische u-bahnen.

Das erste Mal seit 12 (!!) Jahren wird im Nahverkehr in Bayern mal wieder für ein paar Tage gestreikt und hier packen manche die ganz große Keule aus. Oh mei...

Ich muss jeden Tag von Schwabing nach Neuperlach und hab noch keine Ahnung wie ich das kommende Woche machen soll. Aber so what? Hab meine Termine in der kommenden schon mal so gelegt, dass ich nicht um 9 Uhr da sein muss am Morgen. Wird sich schon eine Lösung finden, wenn alle Stricke reißen fahr ich mit dem Taxi.
Ich bin aber zuversichtlich dass die MVG einen halbwegs funktionierenden Notfahrplan auf die Beine stellt.

ich finde es wahrhaftig herrlich wie leicht sich leute provozieren lassen. aber hey, ist ja nichts dabei- ihr könnt weiterhin im intifadaschal rumlaufen und groß über toleranz für andere (und andere meinungen!) tönen. aber die, die sich hier besonders échauffieren und sofort unsachlich und ausfallend werden müssen sind faschisten.

@rook: klar wer nur provozieren will, weil er nichts vernünftiges zu sagen hat, freut sich natürlich über jede aufmerksamkeit.

Der Zeitpunkt für sagenhafte 10% mehr ist einfach falsch. Die Fahrgäste kämpfen in ihrer Lebensrealität mit Kurzarbeit, Auftragsmangel bei Selbstständigkeit, Nullrunden.
Durch die unverhältnismäßige Erhöhung werden die Ticketpreise steigen und durch ein mehr an Kaufkraft wird die Inflation steigen, das Geld wird also für die oben angesprochenen noch knapper.
Das hier eine Verschiebung zu Gunsten von Festangestellten und zu Ungunsten von Freien Berufen und befristeten Verträgen veranstaltet wird ist doch offensichtlich.
Und um es ma klar zu sagen, es sind nur Busfahrer, sorry für die Polemik, aber das dort irgendwann mehr Geld als z.B. bei Architekten verdient wird, die nun mal mehr in Ausbildung investiert haben, halte ich für fragwürdig.
Eine halbe Stunde Arbeit mehr schadet niemand, denn das Deutschland zu teuer ist wissen wir alle, um Herzog zu zitieren, es muss ein Ruck durch Deutschland gehen, aber bitte durch ganz Deutschland, und nicht nur durch das junge, selbstständige ...... Dort wird übrigens oft trotz Studium fürs gleiche Geld 50 Stunden und mehr gearbeitet.

hallo ich habe von einer freundin gehört das die mvg 93 tage streikt
die info ist von ihrem vater der ist u bahn fahrer oder das war ist was dann

@Bernd:
Schön das der berühmte Ruck immer von denen "unten" gefordert wird, schön das es in wirtschaftlich guten Zeiten ein Gehaltsminus gab und jetzt schon wieder nicht mal ein Inflationsausgleich hersoll. Wenn die Löhne auf breiter Front sinken und keiner Lohnerhöhungen bekommt sind wir wieder bei der berühmten Kaufkraft. Das man sich im Lande des berühmten Exportweltmeisters eh schon drauf verlässt das der Export alles richten wird und die Kaufkraft auf dem Binnenmarkt komplett vernachlässigt daran hat man sich gewöhnt. Man gräbt halt Einzelhandel und Co. so schön langsam das Wasser ab, und das nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Aufschwung kam ja unten an, so unsere berühmte Frau mit dem strahlenden Lächeln. Glaub über diese Aussage lacht heute noch ganz Deutschland. In Zeiten von Aufstockerregelungen und Gehaltseinbußen teils im zweistelligen Bereich ein bitteres Lachen. Aber: gehts mir schlecht, gönn ich auch dem anderen nicht die Butter aufm Brot.
Ich finde es schade das so viele auf das übliche INSM-Getrommel und die perfide Taktik der Arbeitgeber immer wieder hereinfallen und weiterhin Verzicht predigen wo doch sich schon seit langer Zeit abzeichnet wie schädlich dies ist ;)

Ist am kommenden Montag denn nun Streik oder nicht?

Ich müsste jetzt schon mal wissen, ob ich meine Termin in der Arbeit für Montag (wieder mal) absagen soll...

In München wird wohl am Dienstag richtig gestreikt, Montag noch nicht.

@speedy: Nein, das ist falsch. Gestreikt wird ab Dienstag für 930 Tage, nicht 93. Geh sterben.

Solidarität mit der GDL. Dafür dass hier um Grundrechte gekämpft wird kann ich auch mal längere Wege einplanen. Alles andere ist reiner Egoismus.

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