Shoppingnacht in München

Ladenschluss um Mitternacht

Kommerz und Kult, aber keine Kultur: Am Freitag haben die Geschäfte in der Innenstadt bis 24 Uhr geöffnet - bei der Shoppingnacht.

Eine Shopping-Nacht "Kult(ur)-Shoppingnacht" zu nennen, ist eigentlich eine Frechheit. Denn um was es bei einer Langen Nachts des Einkaufen vorrangig geht ist, klar: Kommerz. Es geht um Kleider vom H&M, Bratpfannen vom Karstadt oder Bücher aus dem Hugendubel. Wenn dann in der Fußgängerzone ein paar Bands spielen, ist das zwar ein nettes Hintergrundgeräusch beim Einkaufen - mehr aber auch nicht. Es wird wohl niemand die Shoppingnacht besuchen, der keinen Fuß in eine Geschäft setzt, sondern nur die Konzerte besucht.

Aber sei es drum: Auch unter dem Namen "Kult(ur)-Shoppingnacht" werden sich die Münchner wieder bis Mitternacht in der Fußgängerzone tummeln. Denn Ladenschluss ist am Freitag in 300 Geschäften erst um 24 Uhr. Die vergangenen Jahre kam die "Kult(ur)-Shoppingnacht" sehr gut an. Kultur ist sie zwar nicht, aber Kult.

Kommentare

abc am Fr., 10.09.2010 - 02:55

blabla. ich finds gut, sollte unter der woche standard sein. bitte mehr großstadt in münchen.

Harry am Fr., 10.09.2010 - 09:56

Bayern ist neben dem Saarland das einzige Bundesland, in dem Geschäfte werktags nicht mindestens bis 22 Uhr öffnen dürfen. Und das obwohl mit CSU und FDP die beiden Parteien an der Regierung sind, die angeblich am meisten für die Marktwirtschaft eintreten. Aber trotzdem bleibt Bayern mal wieder das rückständigste Bundesland.

Herbert am Sa., 11.09.2010 - 04:17

Stimmt genau.
Warum kann man es den Läden nicht selbst überlassen, wann und wo sie öffnen. Wenn in Bayern schon der Sonntag so heilig ist, dann wenigstens unter der Woche bis 10.

whocares am Sa., 11.09.2010 - 08:00

Warum kann man den Mitarbeitern nicht überlassen, wann sie arbeiten wollen?

@whocares am Sa., 11.09.2010 - 13:29

Weil selbst Fidel mittlerweile eingesehen hat, dass die selbst verwaltete Kommune kein funktionierendes Konzept ist?

whocares am Sa., 11.09.2010 - 21:28

Naja, ich seh hier eher, das man wieder nur auf Kosten einer Minderheit, nämlich den Angestellten, etwas fordert, was man selbst nie bereit wäre zu geben.

@whocares am So., 12.09.2010 - 14:04

Ich wäre auch nicht bereit deine Toilette zu reinigen. Oder an deinem Körper herumzuschnipseln. Von daher kann die Argumentation nicht ganz aufgehen.

Das ist das schöne an einer Gesellschaft, dass jeder sich mit seinen individuellen Stärken und Vorzügen einbringen kann.

Und du zuviel Mitleid mit den Kassiererinnen im Discounter hast, können wir ja gerne die durch ein self-checkout ersetzen.