Der Clown und der Kaiser: Die Tipps für Dienstag

1. Tommy The Clown & The HipHop Clowns (Muffathalle)
Sein Outfit mag ein wenig sonderbar wirken, doch Tommy Johnson a.k.a Tommy the Clown ist einer der entschiedensten Kämpfer gegen die Bandenkriminalität unter Jugendlichen in South Central Los Angeles. Anstatt sich in Banden-Kriegen das Leben schwer zu machen, tritt man in "Battle-Zones" tänzerisch gegeneinander an. Eine Kostprobe des so genannten "Clowning" und "Krumping" gibt es hier.

Zum ersten Mal waren Tommy the Clown und seine HipHop Clowns während der Fußball-WM in Deutschland zu Gast. Und vielleicht hätten sie sogar Frankreich zum WM-Titel verhelfen können: Denn mit grundlegenden Clowning-Kenntnissen ausgestattet, hätte es Zidane vielleicht mit einem kleinen Tänzchen vor Materazzi gut sein lassen, wer weiß... (Muffathalle, 20 Uhr)

Thommy the Clown & the HipHop Clowns

2. Söhne Mannheims (Kultfabrik Tonhalle)
Böse Zungen behaupten, das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Halbfinale der Fußball-WM stünde in direktem Zusammenhang mit der Performance Xavier Naidoos kurz vor Anpfiff im ZDF WM-Studio. Da ist natürlich nichts, aber auch wirklich überhaupt gar nichts dran! Heute Abend frohlockt Herr Naidoo zusammen mit seinen Söhnen Mannheims in der Tonhalle (20 Uhr).

3. Nimmt uns die Neurobiologie den freien Willen? (LMU)
Vielleicht war der gescheiterte Finaleinzug doch eher neurobiologisch vorbestimmt? Eine interessante These, die sich eventuell um 19.15 beim Vortrag von Prof. Dr. Benedikt Grothe in der Ringvorlesung "Ecce Homo! Menschenbild - Menschenbilder" klären lässt (19.15 Uhr).

4. Im Weißen Rössl (Studiobühne itw)
Ob sich Theaterwissenschaftsprofessor Jens Malte Fischer überhaupt ein einziges WM-Spiel angeschaut hat, ist nicht bekannt - der Mann gilt eher als Fan von Oper und Filmkunst. Umso mehr adelt es das Bühnenpraktikum der Studenten des Instituts für Theaterwissenschaft, dass es sich Prof. Fischer nicht hat nehmen lassen, beim Singspiel "Im weißen Rössl" selbst in die Rolle des Kaiser Franz Joseph zu schlüpfen. Franz Joseph, wohlgemerkt, nicht Kaiser Franz!
(Premiere, Studiobühne itw, 20 Uhr)

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