Alkoholverbot in U-Bahn, Bus und Tram

Blau fahren verboten!

Nur noch alkoholfrei ins Abteil - das gilt in München ab Samstag für die öffentlichen Verkehrsmittel der MVG: Wer in U-Bahn, Bus oder Tram Alkohol konsumiert, muss sich auf Ärger gefasst machen.

In den Münchner U-Bahnhöfen ist der Konsum alkoholischer Getränke bereits seit Februar offiziell verboten (muenchenblogger berichtete), nun wird das Alkoholverbot auch auf die Fahrzeuge ausgeweitet: Wer sich nicht an die Vorschrift hält und beim Trinken alkoholischer Getränke erwischt wird, wird aus U-Bahnen, Bus und Tram verwiesen, teilten die Stadtwerke München und die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG heute mit.

Laut einer Studie zum Thema "Subjektive Sicherheit in der Münchner U-Bahn" fühlen sich zahlreiche Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel von betrunkenen Fahrgästen verunsichert, heißt es seitens der MVG.

Während die einen aufatmen geht für andere mit dem strikten Verbot wohl auch ein Stück persönlicher Freiheit und Lebensart verloren: Denn zwischen friedlichen Wegbier-Trinkern und pöbelnden Trunkenbolden unterscheidet die neue Vorschrift zwangsläufig nicht.

Fotos: FloSch / Wikipedia, Walt Dornhell / Wikipedia

Kommentare

Ist ein betrunkener Fahrgast weniger betunken wenn er keine Flasche in der Hand hält?

Den Sinn soll mir bitte auch mal einer erklären..

Regulierungswahn die nächste...

Endlich hat München sich dem Standard kultivierter Weltstädte etwas angenähert. Von wegen Regulierungswahn: In LA oder SIN ist nichts mit Krümelmonstern oder schräg riechenden Kaffeebechern in den Bahnen. Weiter so !

Flaschen brauchen Flaschen...ist leider so.... von wegen Regulierungswahn!
Schön, dass München sich auch um Kultur in der Öffentlichkeit kümmert.

München stinkt langsam echt zum Himmel... Ich trink weiter mein Wegbier, Spießer hin oder her!

Ja schade. Genau das war doch ein Stück Kultur von München, dass viele ihr Bier auf dem Weg trinken. Das hat mit Betrunkenen nichts zu tun, weil die steigen ja schon so in die Bahn ein. Für mich eine weitere fragwürdige Maßnahme.

Einziger Pluspunkt: vielleicht weniger zerbrochene Flaschen in den U-Bahnhöfen und weniger klebriger Boden in den Bahnen.

Der Sicherheitsfaschismus geht endlich weiter...
Nur mal ein Fallbeispiel: Wenn ich nüchtern mit einer Flasche Bier in der Hand in die U-Bahn steige werde ich aus aus selbiger verwiesen, wenn ich stockbetrunken in der U-Bahn sitze, stinke, furze, rülpse und evtl. kotze, dann nicht?

Ich verlange eine Möglichkeit, um als braver MVG-Endkunde gegen jedwede Lebensform, durch die ich mich verunsichert fühlen könnte, vorzugehen. Also gegen Wegbierler, Betrunkene, Jugendliche nach 24 Uhr, Menschen die reden/singen/lachen/weinen/tanzen/usw., Sozen, Grüne, Leute ohne Bernd-Posselt-Poster im Schlafzimmer, Essen gehört auch verboten, schreiende Säuglinge sowieso...

München muss endlich sicherer und sauberer werden, so kann das nicht mehr weitergehen in dieser Stadt!

Für die ganzen Suchtkranken und trockenen Alkoholiker wäre es sicherlich ein Segen, wenn wenigstens in den öffentlichen Verkehrsmitteln kein Alkohol getrunken wird. Diejenigen, die sich in dieser Situation befinden (und das sind durchaus nicht gerade wenige) die wissen, daß es nicht immer einfach ist trocken zu bleiben, vor allem wenn einem der Duft (ähm Gestankt) von einem August oder einem Sektchen in die Nase steigt und die Lust auf Trinken weckt. Schließlich gibt es schon genügend Berührungspunkte in der Öffentlichkeit, mit der man mit Alk in Berührung kommt. Sicherlich kann man viele Situationen meiden, Kneipen, Gaststätten, Isarparty.... Ich z.B. bin leider auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Ich bin trocken und möchte es auch gerne bleiben!

Nachtrag:

Ich finde es einfach schade, dass ich in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt werde, unterwegs in die Stadt ein Bierchen zu trinken.

Die Begründung macht in meinen Augen auch keinen Sinn. Betrunken darf man immer noch mitfahren. Wasserflaschen können auch in der UBahn umherrollen. Und wenn der Gestank stört, sollte man darüber nachdenken nur noch Personen mitfahren zu lassen, die sich jeden Morgen duschen oder eben nicht schwitzen müssen. Das ist doch absurd?!?! Ich kann ja verstehen, dass man das Ubahn fahren sicherer machen will und angenehmer. Aber im Ernst, da ist das Bier ja wohl das geringste Problem. Diese Freiheit sollte man gerade in einer bayerischen Stadt jedem Bürger lassen.

Der Einwurf mit den trockenen Alkoholikern ist zwar nett gemeint, aber ich finde das geht zu weit. Klar macht das deren Situation nicht einfacher, aber ich bin ja nu auch nicht schuld daran, dass sie Alkoholiker waren/sind.

Dass man in der UBahn kein wildes Saufgelage veranstaltet war auch vorher schon durch die Beförderungsbestimmungen geregelt. Da hat die Wache auch schon immer durchgegriffen. Das ist auch absolut verständlich und richtig. Aber warum gesittetes Biertrinken in München plötzlich als störend empfunden wird, will mir einfach nicht in den Kopf. Daher mein Urteil: Überregulierung!

Und wieder ein Kapitel zum Thema: "Wollt ihr den totalen Mami Staat?"

Ich glaube Martina einfach nicht, dass sie diesen Kommentar ernst meint. Ich kann und will es nicht glauben.

naja, wird ja eh nich bestraft... letztlich geht es wohl einmal mehr nur darum, gegen gruppen, die man nicht haben will eine handhabe zu haben.... les dir mal eine bahnhofsordnung durch, da dürfte man auch gar nix. wird aber nur durchgesetzt gegen "randgruppen" (was auch zum kotzen ist, aber ein anderes thema). prost!

@Ayetho: Dann geh mal Mittwoch 18.00 Uhr in die C4 in der Nußbaumstraße und schau Dir das an. Vielleicht geht Dir dann ein Auge auf...

Endlich Alk-Verbot bei der MVG!!!

...das war lange fällig! Wer schon in der früh sein viel gepriesenes "Wegbier" braucht sollte mal kapieren, dass sein Weg schon ziemlich steil nach unten führt!
Alle die glauben, sie müssten jetzt "Spießer" etc. rufen, tun dies doch nur damit sie sich nicht mir ihrer Sucht auseinandersetzen müssen !
Ich genieße jedenfalls die alkfreien U-Bahnen, ohne rollende Bierflaschen und klebenden Fußböden - endlich keine pubertierenden Horden mehr, die zum "vorglühen" oder "anlöten" im Zug sitzen!!!
Ich freue mich auf ein gepflegtes Helles im Biergarten!
...und wer´s nicht bis daheim aushält sollte übrigens dringend mal eine Suchtberatung aufsuchen!

Spießer!

Ich trink trotzdem weiter.

...na dann prost "Helli" - das einzige was an dir in ein paar Jahren (oder jetzt schon ?) noch "helli" sein wird ist vermutlich das Flaschbier und dein Name !

...aber wir wissen ja: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben - wie tröstlich, dass die sog. "Biegeher" dann meist einen frühen Abgang machen....

Prost und LeChaim !

Weil ich in der U-Bahn alle paar Wochen mal ein Bier trinke? Das erscheint mir jetzt dann aber doch etwas zu einfach dargestellt.

Ich bin kein Süchtling und trinke vielleicht alle zwei bis drei Wochen drei bis vier Bier. Mehr kann ich mir schon ganz einfach aus finanziellen Gründen nicht leisten, denn ich habe viele Ausgaben - die Kosten, die für die Benutzung des ÖPNV anfallen, spielen da mal gar keine kleine Rolle. Bevor ich mir also meine Getränke in einem teuren Etablissement in der Stadt kaufe, gehe ich lieber zum Supermarkt, nehme mir dort zwei Bier mit und trinke sie auf dem Weg zum Club, zum Biergarten usw. Was ist daran falsch?

Alkoholismus ist eine schlimme Krankheit mit ebenso schlimmen wie vielfältigen Auswirkungen. Aber den anderen das bisschen Spaß zu verbieten, weil man selbst - aus welchem Grund auch immer - dem Alkohol verfallen ist, ist der komplett falsche Weg.
Ebenso ist es falsch, jedes Bier in der U-Bahn als Zeichen für Sucht zu sehen - als würde sich Alkoholismus durch erhöhten Alkoholkonsum in öffentlichen Verkehrsmitteln zeigen! Aber das Argument, mit der neuen Regelung würde man Alkoholiker und solche, die es werden würden, vor sich selbst beschützen, ist ja auch total irrelevant. Darum ging es dem MVG bestimmt nicht.

Was ich nachvollziehbar finde, ist, dass die anderen Fahrgäste vor dem Müll, dem Vandalismus und pöbelnden Besoffenen geschützt werden sollen. Die können aber 1. auch vorher trinken und 2. ist es schade, dass wegen ein paar negativen Randerscheinungen gleich der komplette Alkoholkonsum verboten wird. Das Problem hätte man sicher auch anders in den Griff kriegen können, z.B. mit erhöhter Präsenz von Wachpersonal u.ä.

@Ayetho du musst dich hier nicht entschuldigen - ob du zuviel trinkst, weisst nur du selbst.

du sagst ja selbst, dass du das verbot nachvollziehen kannst. ob mehr wachpersonal die bessere lösung ist? wir alle, trinker oder nichttrinker, zahlen schon genug für die alkoholschäden, sollen wir jetzt auch noch mehr für wachpersonal zahlen?

Klebriger Boden, versiffte Sitze, rumrollende Flachen, stinkende Döner und Burger - ja das sind schon unverzichtbare Kulturbestandteile. Jeder sollte sich über die Freiheiten freuen.

Die Biertrinker in öffentlichen Verkehrsmitteln hatten mich bisher noch nicht gestört oder sind mir zumindest noch nicht aufgefallen.
Aber in ein paar Wochen kann man dann wieder unübersehbar zerbrochene Maßkrüge, Erbrochenes, Uringeruch, etc. in der ganzen Stadt bewundern. Also wenn dann schon bitte auch gleich ein Alkoholverbot auf das ganze Oktoberfest ausweiten!

Ich hab da stark alkoholisierte Menschen, manche sogar mit Bier an der SBahn Theresienwiese gesehen. Kann da jemand bitte mal Anzeige erstatten. Das kann ja so nicht hingenommen werden!!!

@sepp hast du auch die weissen mäuse in der "SBahn Theresienwiese" gesehen und den buss mit den friseuren, die deine story anhören wollen?

...ich finde die Scheiße(!)-Ich-muss-in-die-arbeit-gesichter am morgen und die Scheiße(!)-Ich-sehe-gleich-meine-frau-gesichter am abend auch recht unangenehm.

HALLOOOO???

Ich mag es auch nicht, wenn Bierflaschen rumrollen, der Boden klebt usw.
Doch wie oft kommt das vor?
Wieviele sind für dieses störende Bild verantwortlich? WENIGE!
Wieviele friedliche "Wegbierler" sind betroffen? ETLICHE!

Also ruhig wegen ein paar Weniger dicke Gesetzte und Verbote aufstellen.
Freiraum für ALLE einschränken, da einige WENIGE aus dem Rahmen fallen.

Sinnvoll wären bessere Kameras in den U-Bahnhöfen, um die Schläger und sonstigen "Bösen" besser erkennen und ermitteln zu können.

Gruß, ein friedlicher Wegbierler

Ich Fahre Lieber Schwarz Als Blau bin ja Kein Alkoholiger

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