Kleine Münchner Labelkunde #6: Gutfeeling Records

Schellack und Devo

Gutfeeling hat München um einige Bands bereichert. Allen voran G.Rag y los Hermanos Patchekos und Dos Hermanos. muenchenblogger besuchte den Plattenladen in der Maistraße und sprach dort mit Andreas Staebler.

Gründung:

Bereits 1993 war die Idee von einem Label da. 1999 wurde das Label dann zu dem, was es heute ist. Daniel 'Ernie' Kappla und Andreas 'G.Rag' Staebler sind dabei für die Auswahl der Musik des Labels verantwortlich.

Der Name Gutfeeling geht zurück bis 1978, als die Band DEVO ihr wegweisendes Album "Q: Are We Not Men? A: We Are Devo!" veröffentlichte. Darauf fand sich auch ein Titel mit Namen "Gut Feeling". Das Wort steht für "Bauchgefühl". Und das ist beim Label oft Programm.

Programm:

Momentan findet man vier Bands bei Gutfeeling: G.Rag y los Hermanos Patchekos, Dos Hermanos, G.Rag & die Landlergschwister sowie Mama Rosín. Früher wurden auch Alben der Laimer Punkband "AmDamDeath" oder "Inpalumbia", einer früheren Gruppe mit Staebler, veröffentlicht.

Das Aushängeschild des Labels sind aber die Projekte um G.Rag. Die beiden Labelchefs spielen in verschiedenen Formationen. Teils miteinander und teils solo treten die Bands regelmäßig im Münchner Raum auf. Dabei kann passieren, dass über zehn Musiker gleichzeitig die Bühne betreten. Ausgerüstet mit Bläsern, Gitarrist, Bassist und Drummer. Der Sound ist dabei nicht immer leicht zu fassen. Auf ihrer Myspace-Seite beschreibt die Band ihre Einflüsse als "Caribbean Folk Trash meets Trio meets Landler meets Hank Williams meets the great Django meets...". Die Liste geht dabei noch endlos weiter.

Nicht nur in Deutschland sind diese Formationen bekannt. Regelmäßig wird auch durch Itlaien, Schweiz und Frankreich getourt. Die Schweizer Mama Rosin, die ebenfalls bei Gutfeeling sind waren auch schon in England und Latein-Amerika unterwegs.

Plattenladen:

Gutfeeling ist nicht nur für sein Label bekannt, sondern vor allem für seinen Plattenladen in der Maistraße. Nahe dem Goetheplatz kann man hier durch Schallplatten stöbern oder es sich bei einem Kaffee gemütlich machen. Das Sortiment wird dabei nach dem persönlichen Geschmack der Verkäufer ausgewählt und man findet auch die eine oder andere Seltenheit. So gibt es zum Beispiel das komplette Sortiment von "Voodoo Rhythm Records" oder eine gute Auswahl an Billy-Childish- Platten.

Der ehemalige Schreibwarenladen, der in den 60ern geschlossen wurde, macht die Atmosphäre komplett. Die Aushängekästen sind dekoriert und mit allerhand Sammelstücken wie Trompeten, Mikrofonen und ähnlichem ausgestattet. Darunter findet man viele kompakte Plattenspieler, die aber leider nicht zum Verkauf stehen. Einer wurde von Staeble dazu umfunktioniert, auch Schellack abzuspielen. Die alten 78er-Platten sind eine Sammelleidenschaft des Ladenbesitzers und es sollen demnächst auch Compilations mit seltenen Schellack-Tracks herauskommen.

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Kleine Münchner Labelkunde

Amadeus und Hanna von Flowerstreet Records. (Foto: muenchenblogger)
Heute kann man in der Espressobar gemütlich Kaffee trinken und in den Plattenregalen stöbern (Foto: hausmunik)
Dos Hermanos mit Andreas Staebler an den Drums (Foto: Hagen Keller)
Michael Reinboth gründete Compost vor 15 Jahren (Foto: Compost Records)
Tom Glagow in seinem Büro in Neuhausen (Foto: muenchenblogger)
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