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10. April 2010 - 17:29 Uhr

Münchner Ansichten

Überwachungs-Kunst

Die alltägliche Videoüberwachung nimmt auch in München zu - doch noch lange nicht jeder öffentliche Platz in unserer Stadt ist überwacht. Das kann sich ändern.

Die Kameras vom Orleansplatz haben die einst dort ansässige Alkohol- und Drogenszene Richtung Sendlinger-Tor-Platz vertrieben. Was macht man da? Natürlich die Kameras nun dort installieren - ab Juni soll es soweit sein.

Weil die Szene dann aber wohl einfach weiter zum nächsten, noch nicht überwachten Platz ziehen wird, geht man das Problem andernorts lieber gleich prophylaktisch an. Zum Beispiel vor der Münchner Kunstakademie: Nach dem Vogelscheuchen-Prinzip überwachen dort mehrere täuschend echte Kamera-Attrapen den Platz vor der Cafeteria - und das offensichtlich flächendeckend.

Eine löbliche Initiative der Kunst-Szene, die durch diese Maßnahmen unter sich bleiben kann und ihren gemütlichen Vorplatz nun nicht mit anderen Szenen teilen muss. Mit Sicherheit ein gutes Gefühl.

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