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21. Februar 2008 - 12:13 Uhr
von Lisa Sonnabend

Alternative Sehenswürdigkeiten

Schuttberg im Luitpoldpark und die Sendlinger Mordweihnacht

Am 21. Februar ist Weltgästeführertag. Doch statt zu den berühmten Sehenswürdigkeiten führt muenchenblogger euch zu unbekannteren, aber nicht minder interessanten Stellen der Stadt.

Der Schutthügel im Luitpoldpark (Foto: Petra Umlauf)

Warum Gäste immer als erstes zum Glockenspiel, zum Alten Peter und zur Frauenkirche führen? München hat noch viel mehr Sehenswürdigkeiten, die teilweise recht unbekannt sind. Eine Auswahl:

Die Viscardigasse am Odeonsplatz ist eine schmale Straße, die nach dem Barockbaumeister Giovanni Antonio Viscardi benannt wurde. Im Dritten Reich bekam sie den Namen Drückebergergasse, da Menschen auf dem Weg zum Odeonsplatz die Gasse nehmen konnten, um zu umgehen, zu den SS-Wachen vor der Feldherrnhalle "Heil Hitler" zu sagen. Eine bronzene Spur auf dem Pflasterboden erinnert heute an den zivilen Widerstand.

Die Schwabinger 7 ist ein Relikt aus alten Zeiten, sie hat Schwabings wilde Zeiten miterlebt und zeigt sich auch heute noch in altem Gewand. Partygänger aus den 60er und 70er Jahren schauen auch heutzutage ab und zu vobei.

Der Luitpoldpark, zwischen Schwabing und dem Olympiagelände gelegen, wurde 1911 zum Anlass des 90. Geburtstags des Prinzregenten Luitpolds angelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kriegstrümmer hierher geschafft. Auf dem 37 Meter hohen Schuttberg erinnert ein Kreuz an die Grauen des Krieges. Impressionen vom Luitpoldpark gibt es hier.

Heilig GEist Kirche

Viele Besucher zieht es zur Allianz Arena in Fröttmaning. Gleich neben dem Fußballstadion steht die Heilig Kreuz Kirche, die mit einem romanischen Fresko imponiert. Sie ist der älteste erhaltene Kichenbau in München. Ein wenig absurd mutet die Lage der kleinen Kirche an: direkt neben der Autobahn, das riesige Stadion immer im Blickfeld.

Der Bogenhausener Friedhof liegt sehr idyllisch. Viele berühmte Münchner fanden hier ihre letzte Ruhe: Helmut Fischer, Erich Kästner, Rainer Werner Fassbinder oder Walter Sedlmayr.

Bei der Sendlinger Mordweihnacht in der Nacht zum 25. Dezember 1705 wurden bayerische Aufständische von kaiserlichen Truppen des Habsburgers Joseph I. besiegt. Noch heute erinnern in Sendling einige Plätze an die Mordweihnacht. Gegenüber der Kirche St. Margaret steht ein Denkmal für den Schmied von Kochel, der der Legende nach als letzter der Aufständischen fiel. Bis heute finden alljährlich im Dezember an verschiedenen Orten Gedenkveranstaltungen statt.

Warum alle immer ihre Gäste in die Biergärten im Englischen Garten führen? In Neuhausen liegt der größte Biergarten der Stadt: der Hirschgarten. Bevor man sich eine Maß genehmigt, kann man entlang des Schlosskanals und den zahlreichen Villen von Gern bis zum Schloss Nymphenburg mit seinem großen Park spazieren.

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