Kein Ende in Sicht: BR-Jugendwelle auf UKW oder im Internet?

Die Diskussion über einen Jugendsender des Bayerischen Rundfunks geht weiter. Fest steht: Der BR möchte eine Jugendwelle schaffen. Schließlich sind die Hörer der jetztigen "Jugend"-Welle Bayern 3 im Durchschnitt über 40 Jahre alt.

Screenshot www.zuenfunk-retten.de

Allerdings ist nach monatelangem Ringen immer noch nicht entschieden, wie die Welle gesendet werden soll. Mehrere Möglichkeiten werden derzeit diskutiert:

1. Die Jugendwelle könnte als Vorllprogramm über UKW gesendet werden. Dazu müsste ein anderer Sender des Bayerischen Rundfunks weichen; denn mehr als fünf Sender stehen dem BR nicht zu. Diskutiert wird ein Ende von Bayern 4 oder Bayern 2, was aber als unwahrscheinlich gesehen wird. Proteste und Petitionen zeigen, dass die Bevölkerung dies nicht will. Sogar der Landesbischof Johannes Friedrich hat sich schon für den Erhalt von Bayern 4 ausgesprochen.

2. Eine Kompromisslösung wäre es, im Programm auf Bayern 2 jeden Tag bestimmte Sendeanteile einer Jugendwelle zu "opfern" - sowie es derzeit beim "Zünfunk" auf Bayern 2 geschieht. Allerdings befürchten Radioexperten, dass es so schwer ist, die jungen Hörer auf das Programm aufmerksam zu machen und an den Sender zu binden. Wer schaltet schon von 13 bis 14 Uhr das Radio ein, weil er weiß, dass dann gerade Jugendfunk kommt, und macht es um 14 Uhr wieder aus für zwei Stunden, weil dann das Programm für die andere Generation läuft.

3. Eine dritte Lösung ist: Die Jugendwelle wird digital gesendet. Dann zwar 24 Stunden am Tag, sie ist jedoch nur empfangbar, wenn man ein spezielles DAB-Gerät besitzt. Auch diese Lösung ist unwahrscheinlich. Einige Rundfunkräte solllen sich gegen dieses Modell ausgesprochen haben. Käme es zu einer digitalen Jugendwelle, wäre davon auch der Zündfunk betroffen, der dann digital gesendet werden würde. Deshalb haben sich schon Initiativen wie www.zuendfunk-retten.de gegründet und es wurden Aktionen und Festivals veranstaltet, um dies zu verhindern. Eine Unterschriftenaktion läuft derzeit unter jugendwelle-auf-ukw.de.

Am 7. Dezember 2006 beschäftigt sich der Rundfunkrat erneut mit dem Thema. Eine Lösung scheint mal wieder unwahrscheinlich.

Kommentare

Wie wärs denn mit B5 auf die Mittelwelle 801kHz und die Jugendwelle dann auf die B5 Kette setzen? Da hätte doch jeder was davon.

Da leidet auch B5 nicht unter Qualitätseinbussen, da B5 zur Zeit eh nur in mono gesendet wird. Momentan läuft auf den zwei Mittelwellensendern B1.

das ist eine gute Idee B5 auf Mittelwelle zusetzen und die UKW-Kette für die Jugendwelle frei zumachen, dann könnte jeder die Jugendwelle hören und die paar B5 - Hörer können auf über MW hören.
BAYERN braucht endlich eine Jugendwelle über UKW wie in den andreren Bundesländern.

Neuen Kommentar schreiben

Tipps des Tages

Kishi Bashi

Freitag, 31. Oktober 2014

Kishi Bashi

Samstag, 1. November 2014

Slow Club

Aktuelle Artikel

(Copyright: Christine Schneider)

Mein München (14): Max Dorner

"Verbindet Urbanität und Kleinstadt"

(Foto: MünchenBlogger/Archivbild)

Bar der Woche (98): Gartensalon

Ausflug ins Grüne

(Foto: © Wilfried Hösl/Staatsoper)

Kritik: "Die Sache Makropulos" an der Oper

Sympathisch aufdringlich